Skip to main content

Smarter Pulsmesser: Wie wichtig ist der eigene Puls

Wer auf seinen eigenen Puls achtet, kann den eigenen Körper vor einer möglichen Überlastung beim Sport oder bei anderen Aktivitäten schützen. Daher ist es durchaus sinnvoll, beim Sporttreiben einen speziellen Pulsmesser zu tragen, den es heute in den unterschiedlichsten Ausprägungen gibt. Schlägt der Pulsmesser Alarm, dass der Herzschlag zu hoch ist, sollte die betreffende Person seine Aktivität einfach reduzieren.

Pulsmesser Pulsmessung

Wer also beim Laufen, Radfahren, Joggen oder bei einer vergleichbaren Aktivität von seinem smarten Pulsmesser einen Hinweis bekommt, sollte eine kurze Pause einlegen oder einen Gang runterschalten. Dies gilt natürlich auch für andere Aktivitäten, beispielsweise bei der Arbeit. Wer hier einen Hinweis auf das Display bekommt, dass die Herzfrequenz zu hoch ist, sollte auch hier kurz Durchatmen. So erreicht der eigene Puls wieder einen normalen Wert.

Die optimale Herzfrequenz mit dem Pulsmesser ermitteln

Grundsätzlich stellt sich natürlich die Frage: Wie hoch sollte die optimale Herzfrequenz beim Sport oder bei der Arbeit sein? In der Fachpresse kursiert die bekannte Faustregel: 180 minus Lebensalter. Die Regel können Menschen, die wenig trainiert sind, durchaus für sich in Anspruch nehmen. Wichtig dabei ist, dass sich der Sporttreibende nicht bei seinen sportlichen Aktivitäten überanstrengt. Hier ist diese Formel eine sichere Angelegenheit.

Wer gerade wieder in den Sport einsteigt, sollte sich nicht auf kurze und heftige Intervalle konzentrieren. Vielmehr ist hier eher eine längere Aktivität gefragt, bei der sich die Herzfrequenz in einem moderaten Bereich bewegt. Wer allerdings sportlich ambitioniert ist, bereits über ein gewisses Trainingspotential verfügt und seine eigene Leistung deutlich steigern will, kann natürlich auch einen deutlich höheren Puls für sich in Anspruch nehmen. Hier gilt dann die Faustregel: 220 minus Lebensalter. Diese Obergrenze sollten wirklich nur Sportler in Angriff nehmen, die regelmäßig Sport treiben. Besonders hohe Herzfrequenzen sollten dabei nur gelegentlich erreicht werden. Da diese sonst eher schaden, als das sie helfen.

Der Überlastungsschutz des Körpers

Selbst der beste Sportler ist nicht in der Lage, seinen Sport mit maximaler Herzfrequenz über einen langen Zeitraum zu betreiben. Dafür besitzt der eigene Körper einen speziellen „Überlastungsschutz“. Wer bei guter Gesundheit ist, kann durchaus diese Grenze überschreiten. Eine gesundheitliche Gefahr besteht nicht.

Beim Leistungssportler spricht die Wissenschaft dabei von der anaeroben Schwelle oder Laktatschwelle. Diese Bezeichnung beschreibt die höchstmögliche Belastungsintensität des jeweiligen Sportlers. Hierbei ist noch soviel Sauerstoff im Körper, dass die Versorgung noch ausreicht. Wird hingegen die Grenze überschritten, erfolgt eine Übersäuerung der Muskeln und der Athlet kann die gewünschte Leistung nicht mehr erbringen. Wer also regelmäßig in diesen Grenzwert vorstößt, kann sich auf Dauer eher schwächen. Die Folge können eine schlechtere Regeneration, Reizung der Muskulatur oder mögliche Schlafstörungen sein.

Wer als Einsteiger seine sportlichen Aktivitäten deutlichen steigern möchte, sollte dies im Vorfeld unbedingt mit seinem zuständigen Arzt abklären. Eine sportmedizinische Untersuchung zeigt deutlich auf, wo die eigenen Grenzen liegen.

Ein Pulsmesser ist daher eine sinnvolle Anschaffung

Besonders für sportliche Einsteiger ist daher ein einfacher Pulsmesser eine sinnvolle Investition. Dabei ist das Angebot von möglichen Pulsmessern riesig. Zudem sind unterschiedliche Messmethoden am Markt verfügbar. Im medizinischen Umfeld wird in der Regel ein klassisches EKG (Elektrokardiographie) eingesetzt. Mit dieser Technik lassen sich die besten Messungen erzielen und das EKG ist besonders bei Herzerkrankungen im Einsatz. Im privaten Umfeld kommen daher Fitness-Tracker, Smartwatches und Sportuhren mit optischen Sensoren zum Einsatz. Eine Alternative bieten noch Fitness-Tracker, die mit einem Brustgurt verbunden sind. Für den normalen Sportler ist eine aktuelle Smartwatch oder ein Fitnesstracker durchaus empfehlenswert.

Wie funktioniert ein Plusmesser?

Die Sensorik ist bei den meisten Geräten ähnlich. Mittels grüner LEDs wird ermittelt, wie stark das Licht vom Körper reflektiert wird. Die Technik (die sogenannte Photoplethysmographie) ist dabei in der Lage, die Fließrichtung des Blutes zu bestimmen. Die Idee, die hinter dieser Technik steckt, ist dabei einfach und dennoch genial.

Ausgangspunkt sind dabei die beiden Zustände des Herzens. Zieht sich das Herz zusammen (Systole), wird das Blut in den Körper und in die Organe gepumpt. Dabei nimmt der Blutfluss in den Gefäßen zu. Im umgekehrten Fall entspannt sich das Herz (Disatole) und das Blut fließt wieder zurück in das Herz und der Fluss des Blutes nimmt ab.

Eins spezieller Photodetektor im Gerät kann nun den Anteil des reflektierten Lichtes messen. Dabei kann entsprechend eine größere Blutmenge auch mehr Licht absorbieren. Der Pulsmesser kann nun anhand der unterschiedlichen Lichtwerte zwischen Systole und Diastole unterscheiden. Die Zeitspanne zwischen dem jeweils höchsten und niedrigsten Wert wird so als Herzfrequenz (Puls) gemessen. Im Laufe der Zeit konnte dieses Verfahren so verfeinert werden, dass aktuelle Fitnesstracker (z.B. Samsung Gear Fit2 Pro) oder Herzfrequenz-Messer mit Gurt (z.B. Polar H10 Herzfrequenz-Sensoren-Set) den Vergleich zu einem professionellen EKG-Messgerät nicht mehr scheuen müssen. Ähnlich gute Ergebnisse liefert auch die aktuelle Apple Watch Series 4, die mit dem neuen Update sogar eine spezielle EKG-Funktion anbietet.

Pulsmesser: Eine sinnvolle Anschaffung

Diese angesprochenen Geräte liefern besonders bei sportlichen Aktivitäten sehr gute Ergebnisse. Hier ist der eigentliche Unterschied zu günstigen Pulsmessern. Diese liefern ebenfalls genaue Messwerte, wenn sich die betreffende Person nicht bewegt. Doch dies ändert sich, wenn der Puls während des Sports gemessen werden soll. Dann setzen sich die teuren Geräte klar ab.

Hinweis: Die Messgenauigkeit wird maßgeblich durch Körperbehaarung, Narben, Tatoos und durch den Sitz des Armbandes oder des Gurtes beeinflusst. Bei einem Fitness-Tracker oder einer Smartwatch sollte daher auf einen festen Sitz am Handgelenk geachtet werden. Nur dann kann der Sensor korrekte Daten liefern.

Ähnliche Beträge - die Sie interessieren



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*